Um ein Defizit von 345.000 Euro abzubauen, hat die Gemeinde Kisdorf die Einführung einerbig_29728346_0_150-218 Zweitwohnungssteuer beschlossen. Da die erhofften jährlichen 10.000 Euro Mehreinnahmen in keinen Verhältnis zu den zu erwartenden Verwaltungsaufwand stehen und auch der Haushalt damit nicht saniert werden kann, hat die FDP in der Gemeindevertretersitzung am 4.10.16 das Thema nochmal zur Diskussion gestellt und gegen die Zweitwohnungssteuer gestimmt.

„Die Amtsverwaltung ist mit ihren Kapazitäten schon jetzt am Limit. Es ist unverantwortlich, ihr noch zusätzliche Aufgaben aufzubürden bei völlig unklarer Kosten- Nutzenrelation“ erklärte hierzu Dr. Seeger als Fraktionssprecher.

„Mit derselben Argumentation könne man auch eine Pferdesteuer wie in Tangstedt einführen, wenn man richtig Zoff im Dorf haben will.“

Zudem werden von den geschätzten 160 Zweitwohnungsbesitzern bei Veranlagung vermutlich die Hälfte ihren Zweitwohnsitz aufgeben.

Ob sie dann ihren Hauptwohnsitz in Kisdorf wählen und hier Steuern zahlen, wie Bürgermeister Wisch in der Diskussion prognostizierte, wäre reine Spekulation.

Entlarvend sind auch die Aussagen des Finanzausschussvorsitzenden Michael Hamer, das Amt habe genügend Manpower und werde ggf. für diese Aufgaben neue Leute einstellen, die wir aber als Gemeinde wieder bezahlen müssten. Das Ganze also eine Nullsummenspiel? Oder will man in Wirklichkeit viel höhere Summen erzielen und rückt nur mit der Wahrheit nicht heraus?

Die FDP- Kisdorf stellt sich jedenfalls ihrer Verantwortung zur Haushaltskonsolidierung und wird hierzu wie auch schon in der Vergangenheit detaillierte Vorschläge vorlegen. Mit der gerade eingeführten Straßenausbaubeitragssatzung mit wiederkehrenden Beiträgen werden die Kisdorfer in Zukunft schon genügend zur Kasse gebeten. Weitere Belastungen über zusätzliche Steuern und Abgaben sind für die Bürger/innen nicht zumutbar!

FDP Kisdorf gegen Zweitwohnungssteuer