Ausschusssitzung Jugend, Soziales, Kultur und Sport vom 21.11.2016big_29682083_0_150-225
Im Nachgang zu o.g. Sitzung möchte ich folgendes ergänzen:
Die Haushaltsberatungen stehen jedes Jahr an, immer wieder gilt es allen gerecht zu werden. Die Kisdorfer Vereine und Verbände leisten viel für unsere Bürger; fördern so die kulturelle Vielfalt. Schon allein deshalb ist die Kommunikation sehr wichtig. Die jährlich fließenden freiwilligen Zuschüsse, die gewährt werden, sind ein Zeichen der Anerkennung.
In den vergangenen Jahren wurden aufgrund der vermeintlich guten Haushaltslage, die freiwilligen Zuschüsse immer gewährt. Doch dann hat sich das Blatt gewendet. Die Doppik wurde eingeführt und die Haushaltszahlen öffneten einigen Ausschussmitgliedern Augen und Ohren. Und trotzdem gibt es immer noch uneinsichtige politische Gremien, die das Haushaltsdefizit weiter in die Höhe treiben.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, den Haushalt nicht überzustrapazieren, damit die Gemeinde weiterhin ihren Haushalt selbst verwalten kann. Im Ausschuss geht es insbesondere um die Zukunft unserer Vereine und Verbände.
Wenn die Gemeinde durch jährliche wiederkehrende Zuschüsse „Löcher“ stopft, damit die Vereine existieren können, ist das keine Hilfe. Es gehört auch zu den Aufgaben der Vereine und Verbände kostendeckend zu arbeiten.
Jedes Jahr steht der Ausschuss vor Entscheidungen und Beschlüssen, und will allen gerecht werden.
Was passiert aber, wenn die Befürchtungen des Finanzausschusses zu recht sind und die Gemeinde in naher Zukunft den Haushalt nicht mehr selbst verwalten kann (Zwangskonsolidierung)? Dann werden alle Zuschüsse gestrichen, da es sich um freiwillige Leistungen handelt. Die zur Zeit teilweise kostenlose Nutzung von Räumlichkeiten gibt es ebenfalls auch nicht mehr.
Dann stellt sich hier die Frage: Wären alle Kisdorfer Vereine in dieser Situation in der Lage weiter zu existieren, auch wenn sie jetzt schon rote Zahlen schreiben?

Als Ausschussvorsitzende bemühe ich mich vorausschauend zu planen, damit unser kulturelles Gut weiter ohne Zwangsängste erhalten bleibt. Dies kann nur zum Erfolg führen, wenn alle am gleichen Strang ziehen und einsichtig sind.

Ihre
Hanne Huffmeyer
Ausschussvorsitzende JuSKuS

Ausschusssitzung JuSKuS vom 21.11.2016