Bürger im Ellernbrook machen mobil

Presseinfo

 

Kisdorf, 13.11.19 Im Peerstall im Margarethenhoff war kein Platz mehr frei, als über 30 Anwohner/innen des Ellernbrook in Kisdorferwohld  auf der Sitzung des Verkehrsausschuss am 12.11.19 erschienen.

Die neugegründete Bürgerinitiative Kisdorferwohld hatte mobil gemacht. Die Anwohner machten ihrem Ärger Luft über den Abbau der 30 Km/h Schilder im Ellernbrook,  ohne dass gegen die Anordnung der Kreisverkehrsaufsicht (KrVA)Widerspruch eingelegt oder auch nur in dem dafür zuständigen Ausschuss beraten werden konnte. Stattdessen hatte die Gemeinde oder das Amt Kisdorf (der genaue Ablauf blieb unklar) voreilig Fakten geschaffen u. die Schilder abbauen lassen.

Durch die Aufhebung der über 40 Jahre bestehenden 30 Km/h Geschwindigkeitsbeschränkung auf einen verkürzten 50 Km/h Bereich mit sog. Geschwindigkeitstrichter (70 Km/h) im östlichen Teil des Ellernbrook sehen sich nicht nur die unmittelbaren Anwohner in ihrer Sicherheit gefährdet. Der Ellernbrook ist auch Teil eines beliebten und frequentierten Rundwanderweges, der über den Spielplatz in den Forst Endern führt. Eine besonders starke Gefährdungslage ergibt sich für Kinder und Jugendliche, die die Reitschule auf dem Ellerbrooker Hof besuchen, wo jetzt durch die Wegnahme der Schilder  100 Km/h gefahren werden kann. Die Anwohner bemängelten auch fehlende Transparenz des Verfahrens und das zumindest ungeschickte Vorgehen von Amt und Bürgermeister, die den jetzt beklagten Zustand mit verursacht hätten.

„Die Anordnung der KrVA muss rückgängig gemacht werden, wir wollen unsere 30 Km/h wiederhaben“ so Dr. Seeger in der Sitzung des Verkehrsausschuss. In einem von der FDP-Fraktion vorgelegten Antrag beschloss der Ausschuss einstimmig, gegen die Anordnung der KrVA Widerspruch einzulegen und zu fordern, dass der Zustand vor Anordnung wiederhergestellt wird.

Ersatzweise wird die Aufstellung gelber Ortstafeln von Anfang Ellernbrook bis Kreuzung Wakendorferstr. wegen ortsähnlicher Bebauung gefordert.  Der Antrag war vorher fraktionsübergreifend konsentiert worden, um deutlich zu machen, dass hier alle an einem Strang ziehen, um die betroffenen Bürger in ihrem berechtigten Anliegen zu unterstützen. Um so mehr erstaunte die Einlassung des Bürgermeisters als er erklärte, die Gemeinde sei gar nicht berechtigt, Widersprüche gegen Anordnungen einer übergeordneten Behörde wie der KrVA einzulegen.

„Diese Aussage des Bürgermeisters entbehrt jeder Grundlage und unterminiert die originären Selbstverwaltungsrechte  einer Gemeinde“ so Dr. Seeger. Unabhängig davon können und werden natürlich auch die betroffenen Anwohner/innen bzw. die Bürgerinitiative Widerspruch gegen diesen willkürlichen Verwaltungsakt einlegen.

Dr. Seeger
(Ortsvorsitzender FDP Kisdorf)

 

[Redaktionelle Anmerkung:
Eine Darstellung der Chronologie der Ereignisse findet sich unter https://kisdorferwohld.com/?page_id=39]

 

Feedback erwünscht!

Liebe Kisdorferinnen, liebe Kisdorfer,

am 28. Oktober wurde eine Einwohnerversammlung zum Thema Ortsentwicklungskonzept (OEK) veranstaltet.

Ein Ortsentwicklungskonzept beschreibt ausgehend vom Ist-Zustand (Stärken, Schwächen, Besonderheiten…) die Ziele der Ortsentwicklung und in der Folge auch die Maßnahmen, die zum Ziel führen sollen. Ein OEK dient also als Wegweiser für die gemeindliche Entwicklung in der nächsten Dekade.

Jetzt werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt!

Bis jetzt ist aus Sicht der Kisdorfer Bürger nicht allzu viel passiert, das beauftragte Büro hat den Ist-Zustand und die damit verbundenen Stärken und Schwächen dokumentiert sowie einige mögliche Entwicklungsmaßnahmen skizziert. Genau dieser Sachstand wurde auf der Einwohnerversammlung präsentiert (Präsentation zum Download) und auch diskutiert.

Im nächsten Schritt sind die Entwicklungsziele (Wie und wohin soll sich Kisdorf entwicklen?) zu benennen.

Und dabei sollten Sie mitmachen, denn nur wenn Sie sich zahlreich äußern, kann wahrgenommen werden, welche Entwicklung Sie (und ihre Mitbürger) sich für Kisdorf wirklich wünschen.

Um es für Sie einfach zu machen, gibt es einen kurzen Fragebogen (Download), in den Sie Ihre Vorstellungen eintragen können.

Termin: 2. Dezember 2019

Den Fragebogen können Sie im Amt Kisdorf (zu Hd. Herrn Barkmann) abgeben, alternativ auch per eMail an Herrn Barkmann senden () oder direkt an das beauftragte Büro ().

Machen Sie bitte mit, denn ansonsten bestimmen andere, in welche Richtung sich Kisdorf zukünftig entwicklen wird.

Ihre FDP Kisdorf

Gemeinsames Statement zum Thema Gewalt

 

Wir veröffentlichen hier gemeinsames Statement  der in Kisdorf aktiven Parteien und der Wählergemeinschaft zum Thema Gewalt:

 

Liebe Kisdorferinnen, liebe Kisdorfer,

aus gegebenem Anlass möchten wir ein paar Worte an Sie richten. Kisdorf ist eine sehr lebenswerte Gemeinde und wir wohnen gerne hier. Natürlich gibt es immer irgendwo etwas zu verbessern und Mängel zu beseitigen, wir arbeiten stetig daran.

In letzter Zeit aber gab es gehäuft Fälle von Vandalismus im Ort, es wurde beschädigt, beschmiert und zerstört. In diesem Zusammenhang geht es dann auch in den sozialen Medien weiter, es wird gedroht, gehetzt und mit zwielichtigen Beiträgen die Stimmung weiter angeheizt.

Über dieses Vorgehen sind wir erschüttert! In unserem demokratischen System gibt es immer Möglichkeiten des Gesprächs und der Lösungen. Dafür sind wir offen, denn wir haben vier Ausschüsse, die regelmäßig tagen, die Gemeindevertretung, die Bürgermeistersprechstunde und das Amt Kisdorf, an die sich jeder mit seinen Einwänden oder Sorgen wenden kann.

Gemeinsam sollten wir Kisdorfer Bürgerinnen und Bürger der Gewalt und dem Vandalismus begegnen wo wir können. Wir verurteilen grundsätzlich jede Form von Gewalt gegen Personen, Tiere und Sachen und selbstverständlich auch Selbstjustiz. Ebenso ist verbale Gewalt und Hetze im Netz völlig überflüssig.

Ihr Bürgermeister, Ihre Gemeindevertreter und alle politisch ehrenamtlich Tätigen

Kostenlose Grippeimpfungen

Wir veröffentlichen hier eine Pressemitteilung des Kreises Segeberg, die auch für uns Kisdorfer interessant sein kann:

Keine Chance für Grippeviren: Kostenlose Schutzimpfung im Kreis-Gesundheitsamt

Kreis Segeberg. Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und mit ihr kommen auch Schnupfennase und trockener Husten. Häufigster Auslöser ist neben einer Erkältung die Grippe, die auch Influenza genannt wird. Wer eine Ansteckung vermeiden will, kann sich beim Kreis-Gesundheitsamt in diesem Herbst/Winter erneut kostenfrei gegen die Influenza impfen lassen. Die erste Möglichkeit dazu besteht am Dienstag, 5. November, zwischen 14 und 16 Uhr in der eigens dafür eingerichteten Impfsprechstunde.

Das Angebot steht jedem offen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken, medizinischem Fachpersonal und Personen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, beispielsweise Lehrende oder Erziehende. Für diese Gruppen bestehen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko sowie ein Risiko für Folgekrankheiten wie Lungen- oder Herzerkrankungen.

Rund 8.800 Schleswig-Holsteiner*innen erkrankten im vergangenen Jahr an der Grippe. 44 von ihnen starben daran. Die schwere Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und beginnt plötzlich mit Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Schnupfen oder ein allgemeines Schwächegefühl zählen zu den weiteren Symptomen.

Den besten Schutz bietet die Impfung“, sagt Kreis-Ärztin Gabriele Seidel. Auch wenn es zu einer Ansteckung kommt, könnten Krankheitsverläufe dadurch deutlich gemildert werden. „Jede und jeder ist für ihre bzw. seine eigene Gesundheit mitverantwortlich – aber auch für die der Mitmenschen.“ Impfungen schützten Geimpfte und ihr Umfeld, besonders kranke Personen und Kinder. Auch Landrat Jan Peter Schröder sieht in dem kostenfreien, niederschwelligen Impfangebot des Kreises einen wichtigen Bestandteil im Rahmen der Gesundheitsvorsorge.

Beratung und Impfung finden an jedem ersten Dienstag in den Monaten November, Dezember und Januar jeweils zwischen 14 und 16 Uhr im Kreis- Gesundheitsamt statt (Hamburger Straße 30 in Bad Segeberg). Konkret am 5. November, 3. Dezember und 6. Januar. Zusätzliche Termine für die Grippeschutzimpfung sind an den Donnerstagen 7. November, 12. Dezember und 9. Januar vormittags jeweils von 10 bis 12 Uhr vorgesehen.

Anmeldungen sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Gern per E-Mail an , telefonisch unter 04551/951-9604 oder persönlich in den Zimmern 132 und 137 (Haus A) im Kreis-Gesundheitsamt.

 

Gastbeitrag: Chronologie Verkehrslärm

Verkehrslärm in Kisdorf - Lärm macht krank

Gastbeitrag von Werner Kallinich (Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“)

 

Die 2012 gegründete Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“ hat mit ihrem Engagement  erreicht, dass im Auftrag der Gemeinde Kisdorf ab April bis Juni 2013 die ersten Verkehrszählungen in der Ulzburger Straße (L233), Sengel (L233), Kaltenkirchener Straße (K97) und Henstedter Straße (K23) durch LAIRM Consult GmbH durchgeführt wurden.

Bereits im Dezember 2013 folgten Karklohweg, Sengel (L233 zwischen Grootredder + Am Sportplatz), Dorfstraße (L233 von der K49 bis zum Höhe Ton Hogenbargen).

Am 9. Mai 2014 wurde von LAIRM Consult GmbH ein Abschlussbericht mit den Lärmkarten aus den vorgenannten Verkehrszählungen der Gemeinde überreicht.

Der Bericht endete mit den letzten 3 Absätzen wie folgt:

„Abschließend ist festzustellen, dass die Richtwerte der Lärmschutz-Richtlinie StV an einer Vielzahl von Wohngebäuden überschritten werden, die Grenzen der Gesundheitsgefahr werden an allen zwei Hauptachsen (Nord-Süd / Ost-West) über ganze Straßenabschnitte erreicht und überschritten. Die Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV werden in Abhängigkeit der Gebietseinstufung zudem in nahezu der gesamten Ortschaft an der straßennahen Bebauung der betrachteten Straßenabschnitte überschritten. 

Orientierungshilfe zur Entscheidung über straßenverkehrsrechtliche Maßnahme an bestehenden Straßen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm. Durch die Überschreitung der Richtwerte ergibt sich Handlungs- bzw. Prüfbedarf, insbesondere für die gesamte Landesstraße L233 aber auch für Abschnitte der Kreisstraße K97 sowie den nördlichen Bereich der Kreisstraße K23.

An vielen Gebäuden werden die Grenzen der Gesundheitsgefahr erreicht, somit ist gemäß § 45 der StVO für die zuständige Straßenverkehrsbehörde zum einen die Möglichkeit, aber auch die Notwendigkeit gegeben, Maßnahmen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm zu prüfen und anzuordnen. Vorsorglich ist in Anlehnung an die 16. BImSchV darauf hinzuweisen, dass bei einer Überschreitung dieser Grenzen der Gesundheitsgefahr nicht zur Bedingung gemacht werden sollte, dass die Maßnahmen eine Reduzierung um mindestens 3 dB(A) erwirken müssen.“

 


Auszug aus dem Protokoll des Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz vom 08.08.2017

TOP 7:

Ergebnisse des Gespräches mit der Kreisverkehrsaufsicht über lärm- und geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen in den Ortsdurchgangsstraßen, Messpunkte für die Ergänzung des Lärmaktionsplanes.

Der Bürgermeister berichtet über das Gespräch, Schwerpunkte:
30 km/h Altersheim Schröter und 70 km/h Ulzburger Straße.

Es wird beschlossen, dass 4 Messpunkte ergänzt werden sollen. Die Ausgaben hierfür in Höhe von 4.500,00€ sollen überplanmäßig bereitgestellt werden. (9:0:0)

 


Aufgrund des fehlerhaften Beschlusses wird vom Mitglied des Verkehrs- und Umweltschutzausschuss Werner Kallinich nachfolgender Antrag gestellt:

Schlussfolgerung:

  • Es besteht zurzeit nur ein Lärmaktionsplan für den Bereich Kisdorffeld im Bereich der Ulzburger Straße. Die Lärmkarten wurden im Auftrag der Gemeinde Henstedt-Ulzburg erstellt.
  • Am 11.12.2013 wurde der Lärmaktionsplan für den Bereich Kisdorf-Feld in der Ulzburger Straße vom Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz beschlossen.
  • Der für Kisdorf-Feld aufgestellte Lärmaktionsplan kann nicht mit den mit den Messungen der LairmConsult von 2012 und den neuen in Auftrag gegebenen vier Messungen aktualisiert werden.
  • Deshalb ist es notwendig einen neuen Lärmaktionsplan für die Gemeinde Kisdorf zu erstellen.
  • Weil der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz in Unkenntnis eine Ergänzung der Lärmaktionsplanes beschlossen hat, die leider nicht machbar ist, sollte auf der heutigen Sitzung der TOP 7 der Sitzung vom 08.08.2017 wie folgt ergänzt werden.

Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss beschließt die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes für die Gemeinde Kisdorf in dem die Messungen aus 2012 und die neu in Auftrag gegebenen vier Messungen von LairmConsult mit eingearbeitet werden sollen.

Kisdorf, 12. September 2017
Werner Kallinich

 


Auf der Sitzung des Verkehrs- und Umweltschutzausschuss vom 10.10.2017 wurde unter:

TOP 6: Lärmaktionsplan hier: Grundsatzbeschluss

Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz empfiehlt der Gemeindevertretung einen Lärmaktionsplan für die Gemeinde Kisdorf zu beschließen und das Büro LAIRM Consult GmbH mit der Planung zu beauftragen. Einbezogen werden die Ortsdurchfahrtsstraßen, Kreisstraßen K97, die K23 und die Landesstraße L233 unter Einbindung des bereits erstellten Lärmgutachtens von dem Ingenieurbüro LAIRM Consult. Kosten sollen entsprechend dem Umfang der Maßnahme vorab ermittelt werden. Abstimmung: (9:0:0)

 


Auf der Gemeindevertretersitzung am 13.12.2017 wurde unter:

TOP 12: Lärmaktionsplan

Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz hat sich in seiner Sitzung am 10.10.2017 mit der Angelegenheit befasst und der Gemeindevertretung empfohlen, die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes für die Gemeinde Kisdorf unter Einbeziehung der Ortsdurchfahrtsstraßen, der Kreisstraßen K 97 und K 23 sowie der Landesstraße L 233 zu beschließen (19. AVerkUmw vom 10.10.2017, TOP 6). Das durch das Ingenieurbüro LAIRM Consult erstellte Lärmgutachten soll berücksichtigt werden. Nach Abstimmung über den Umfang des Lärmgutachtens soll das Ingenieurbüro LAIRM Consult zur Abgabe eines Kostenangebotes aufgefordert werden.

Die Gemeindevertretung beschließt die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes für die Gemeinde Kisdorf unter Einbeziehung der Ortsdurchfahrtsstraßen, der Kreisstraßen K 97 und K 23 und der Landesstraße L 233. Bei der Aufstellung soll das bereits erstellte Lärmgutachten berücksichtigt werden. Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz wird beauftragt, den Umfang des Aktionsplanes mit dem Ingenieurbüro LAIRM Consult GmbH abzustimmen. Der Ausschuss für Verkehr und Umweltschutz wird ermächtigt, nach Vorlage und Prüfung eines Kostenangebotes den Auftrag für die Erstellung des Lärmaktionsplanes zu vergeben.

Beschlussfassung:
14 Stimmen dafür (CDU-Fraktion, WKB-Fraktion, SPD-Fraktion, 1 FDP-Fraktion) 1 Stimme dagegen (FDP-Fraktion)

 


 

In einem Informationsgespräch am.30. September 2019 mit dem Leiter des Amt Kisdorf wurde uns mitgeteilt:

  • Es ist noch keine Ausschreibung für den 2017 beschlossenen Lärmaktionsplan erfolgt.
  • Man hofft die Ausschreibung noch im Oktober 2019 versenden zu können

Deshalb kann davon ausgehen, weil bisher noch keine Auftragsvergabe für Verkehrszählungen und der Erstellung eines Lärmaktionsplans an ein Ingenieurbüro erfolgt ist, dass nicht vor dem II. Quartal 2020 die ersten Verkehrszählungen stattfinden werden und somit die Erstellung und Beschlussfassung eines Lärmaktionsplans vermutlich erst im IV. Quartal 2020 erfolgen wird. Somit wird man fast 3 Jahre nach dem Beschluss des Verkehrs- und Umweltschutzausschuss vom 10.10.2017 wohl warten müssen.

 


 

  • Wie wir zwischenzeitlich erfahren haben, ist vom Land Schleswig-Holstein ein Schreiben an das Amt gegangen indem bemängelt wurde, dass der Lärmaktionsplan Kisdorf-Feld nicht nach fünf Jahren erneut bestätigt worden ist.

 


 

Am 4. August 2019 wurde den Mitgliedern des Verkehrs- und Umweltschutzausschuss nachfolgender Text per E-Mail zugestellt:

Hallo Freunde,
so wie Norderstedt bei der Lärmbekämpfung vorgeht sollte sich die Gemeinde Kisdorf als Vorbild nehmen.
Die Überschrift für Kisdorf könnte so lauten:

  • Kisdorf wird einen Lärmaktionsplan erstellen.
  • Die Bürger sind aufgerufen eigene Vorschläge einzubringen.
  • Den Auftakt macht ein Workshop in Kohstall des Margarethenhoff am…

So würde sich die Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“ die Einbindung der Kisdorfer Bürger in unsere Verkehrsbelastungen und Verkehrslärmprobleme vorstellen:

Die als Anlage beigefügte Exceltabelle könnte ersten Workshop an die Teilnehmer ausgehändigt werden, diese sollten nach Eingabe ihrer Maßnahmenvorschläge zur Lärmbekämpfung in die Tabelle, diese beim 2. Workshop einreichen.

Die eingegangenen Vorschläge sollten dann von einem Leitungsteam des Workshops gründlich durchgearbeitet werden und auf einem 3. Workshop mit den Anwesenden durchdiskutiert und anschließend als Vorgaben für den zu erstellenden Lärmaktionsplan verabschiedet werden.

Diese Maßnahmen könnten nach Vorliegen der Verkehrszählungen zusammen in den Lärmaktionsplan eingearbeitet werden.

Eine bereits ausgefüllte PDF-Datei habe ich als Anlage beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“
Werner Kallinich

 


Deshalb stellte Werner Kallinich am 13.08.2019 auf der Sitzung des Verkehrs- und Umweltschutzausschuss der Gemeinde Kisdorf nachfolgende Frage:

„Sicher kann ich davon auszugehen, daß die Ausschussmitglieder die zugestellte E-Mail gelesen haben. Deshalb erlaube ich mir die Frage stellen, ob auch Sie eine derartige Vorgehensweise – der Bürgerbeteiligung wie in Norderstedt – unterstützen könnten. Die in den Workshops erarbeiteten Änderungsvorstellungen der Gemeinde sollten, wenn gesetzlich möglich vom Ingenieurbüro bei der Erstellung des Lärmaktionsplans mit eingearbeitet werden.

Leider hat mir der Ausschussvorsitzende gegenüber erklärt, daß er eine andere Strategie favorisiert, denn er will sich von dem Ingenieurbüro, welches den Zuschlag für die Erstellung eines Lärmaktionsplans erhält, entsprechende Vorschläge machen lassen.

Freuen würde ich mich, wenn sich mehrere Mitglieder des Ausschusses zu meinem Workshop-Vorschlag äußern oder andere praktikablere Vorgehensweisen vorschlagen würden.“

Hierauf hat das Ausschussmitglied Reinhard Cieklinski wie folgt geäußert:

Er begrüßt vorbereitende Workshopstufen

        1. Die Fraktionen erarbeiten Vorschläge
        2. Die von Fraktionen erarbeiteten Vorschläge werden im Verkehrs- und Umweltschutzausschuss zusammengetragen und zu einem gemeindlichen Vorschlag gebündelt.
        3. Auf einem öffentlichen Workshop wird den Bürgern der gemeindliche Vorschlag vorgetragen und die Bürger können dann weitere Vorschläge einbringen.
        4. Das Leitungsteam des Workshops erstellt nun die Forderungen, die dem mit der Lärmmessung beauftragten Ingenieursbüro zur Einarbeitung in den Lärmaktionsplan übergeben werden.

Dieser Vorschlag wird auch von der Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“ voll unterstützt.

 


Deshalb könnte die Überschrift zur Einladung der Bürger wie folgt lauten:

  • Kisdorf wird einen Lärmaktionsplan erstellen
  • Es wird ein Workshop installiert, der die von den Fraktionen und dem Verkehrs- und Umweltschutzausschuss erarbeiteten Maßnahmen zusammenträgt.
  • Die Kisdorfer Bürger sind aufgerufen eigene Vorschläge einzubringen, die vom Leitungsteam des Workshops in die gemeindlichen Forderungen mit eingearbeitet werden.
  • Dieser Forderungskatalog wird dem mit der Lärmmessung beauftragten Ingenieursbüro zur Einarbeitung in den Lärmaktionsplan übergeben.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Gemeindepolitiker und das Amt Kisdorf mit ähnlichem Engagement, wie z.B. die junge Generation bei „Fridays for Future“, sich bei der Lärmbekämpfung einsetzen würden.

Ihre Bürgerinitiative „Lärm macht krank!!!“

 

Lärmaktionsplan: „Im Westen nichts Neues“

„Leider gibt es nichts Neues in Bezug auf den Lärmaktionsplan“

Das ist die Kernaussage im Schreiben von Dirk Schmuck Barkmann, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt und Verkehr, mit dem er die tusnusmäßige Sitzung im Oktober mangels relevanter Themen absagt.

Nach Recherche im Amt Kisdorf ist zu erfahren, dass tatsächlich noch keine Ausschreibung für einen Lärmaktionsplan erfolgt ist. Als Begündung wird genannt: Personalmangel und Prioritäten.

EIn Blick zurück:

10. 10. 17:
Grundsatzbeschluss Aufstellung Lärmaktionsplan (Start erst, wenn alle Umleitungen wegen damaliger Reparaturmassnahmen abgeschlossen sind)

11. 12. 18:
Ausschreibung Lärmaktionsplan beschlossen

 

Ergebnis im Oktober 2019:

Zwei Jahre nach dem Grundsatzbeschluss zum Lärmaktionsplan (und fast ein Jahr nach dem Beschluss der Ausschreibung) ist exakt nichts passiert. Das Amt setzt die Beschlüsse der Gemeindegremien zum Lärmaktionsplan nicht um.

 

Für die Gemeinde sollte Verkehrsberuhigung und Lärmreduktion an den Ortsdurchgangstraßen oberste Priorität haben ( vgl.: Wahlprogramm FDP).

Dieses Ziel können wir nur nach einer Aufstellung eines Lärmaktionsplanes erreichen (siehe auch: Gastbeitrag Verkehr).

Für die Verwaltung haben offenbar andere Projekte Priorität, z.B. Ausarbeitung und Umsetzung einer umstrittenen Straßenbaubeitragssatzung mit enormen Verwaltungsaufwand, deren Scheitern vor Gericht bei über 200 Einsprüchen zu erwarten ist.

Fazit:

Es wird Zeit, klarzustellen: Die Politik macht die Vorgaben. Die Verwaltung hat für eine zeitnahe Umsetzung zu sorgen.

Zwei Jahre Verzug sind nicht zumutbar!

Pressebericht: Diskussion vertagt

Pressebericht:
„Diskussion vertagt“ – Straßenausbaubeiträge: Kisdorf möchte erst schriftliche Begründung eines Urteils abwarten“

Die Segeberger Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 27.8.2019 aus Kisdorf über die Kontroverse zur Straßenbausatzung. Mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung folgt hier der Artikel zum Download:

Artikel als PDF-Download
(Quelle: Segeberger Zeitung)

 

PS:
Erkennen Sie den Unterschied zu diesem Artikel? EIn halbes Jahr und eine Instanz weiter, aber noch immer keine Diskussion…

Illegale Müllentsorgung kann teuer werden

Wir veröffentlichen hier eine Pressemitteilung des Kreises Segeberg, die auch für uns in Kisdorf interesant ist, denn auch wir kämpfen mit illegalem Müll. Auch die jährliche landesweite Aktion “unser sauberes Dorf“ bräuchte nicht sein, wenn sich jeder daran halten würde:

Illegale Müllentsorgung kann teuer werden – Aktueller Fall in Stipsdorf

Kreis Segeberg.

Egal ob achtlos weggeschnipste Zigarette, unangemeldeter Sperrmüll, der an der nächsten Straßenecke abgestellt wird, aus dem Autofenster geworfenes Taschentuch oder Altpapier, das – wie aktuell in Stipsdorf (Amt Trave-Land) – in der Natur zurückgelassen wird: Wer so handelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Und da illegale Müllentsorgung alles andere als ein Kavaliersdelikt ist, drohen dem Verursachenden je nach Art und Menge der Ablagerung Geldbußen bis 100.000 Euro. Zusätzlich werden die tatsächlich entstandenen Entsorgungskosten zuzüglich anfallender Verwaltungsgebühren in Rechnung gestellt.

In Stipsdorf hat ein Unbekannter einen Umzugskarton mit diversen Ordnern, Briefen und weiteren schriftlichen Unterlagen in einem Knick entsorgt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Aus gegebenem Anlass weist die untere Abfallbehörde des Kreises Segeberg darauf hin, dass sich jeder Privathaushalt einen Papierbehälter kostenfrei beim Wegezweckverband (WZV) bestellen kann.

Generell gehören in die Papiertonne folgende Dinge: Briefumschläge, Broschüren und Bücher, EDV-Papier, Kalender und Kataloge, Kartons und Notizzettel, Packpapier, Schachteln, Schreibpapier und Schulhefte, Wellpappe, Zeitschriften, Zeitungen. Sollte der kostenfreie Papierbehälter einmal nicht ausreichen, können Privatkunden ihre Mehrmengen bei den Recyclinghöfen in Bad Segeberg, Damsdorf/Tensfeld, Schmalfeld und Norderstedt ebenfalls kostenfrei abgeben.

Dass illegale Müllentsorgung trotz stetig wachsendem Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz auch im Kreis Segeberg ein großes Problem darstellt, zeigen die kontinuierlich steigende Anzahl gemeldeter illegaler Abfallablagerungen (zumeist Sperrmüll, Bauschutt oder Altreifen) und die damit proportional steigenden Entsorgungskosten. Hat der Kreis Segeberg dafür im Jahr 2017 noch knapp unter 10.000 Euro aufgewendet, so lagen die Kosten im Folgejahr bereits bei rund 12.000 Euro.

 

Broschüre Vorsorgevollmacht

Wir veröffentlichen hier eine Pressemitteilung des Kreises Segeberg, die auch für uns Kisdorfer interessant sein kann:

Druckfrische Broschüre informiert über Vorsorgevollmacht

Kreis Segeberg. Wer darf mein Vermögen verwalten, wenn ich selbst nicht mehr in der Lage dazu bin? Wer bestimmt dann, wo ich wohne? Und wer entscheidet in meinem Sinne bei Operationen und medizinischen Maßnahmen? Diese und viele weitere Fragen regelt eine Vorsorgevollmacht. Sie wird im Vorfeld verfasst und gibt Antworten, wenn jemand aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung seine Dinge nicht mehr selber regeln kann. Was genau es mit dieser Vollmacht auf sich hat, wer sie erteilen kann, welche rechtlichen Bestimmungen es gibt und welche Voraussetzungen eine Vertrauensperson mitbringen sollte – darüber informiert die druckfrische Broschüre „Ich sorge vor … Informationen zur Vollsorgevollmacht“ der Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg.

„In vielen Lebensbereichen ist es für die meisten Menschen selbstverständlich, für die Zukunft vorzusorgen“, sagt die Leiterin der Betreuungsbehörde Katja Lohmeier. Die Vorsorgevollmacht werde dabei aber oft vergessen. „Sie regelt die Dinge, solange ich noch lebe und betrifft nicht nur Alte oder Kranke, sondern im Prinzip jeden von uns.“ Denn im Ernstfall dürften selbst Ehepartner, Lebenspartner, Eltern oder die volljährigen Kinder nur handeln, wenn eine entsprechende Vollmacht vorliegt. „Ist das nicht der Fall, muss die rechtliche Vertretung über das Betreuungsgericht geregelt werden.“

In der Mitte der Broschüre gibt es ein Vollmacht-Formular zum Heraustrennen. Es orientiert sich an der Vorsorgevollmacht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Die Broschüre ist ab sofort erhältlich bei der Betreuungsbehörde im Kreishaus und während der Sprechstunden in Norderstedt, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt sowie bei den Betreuungsvereinen.

Zudem kann sie im Internet heruntergeladen werden: Vorsorgebroschüre (PDF), alternativ in der Suchfunktion unter https://www.Segeberg.de das Stichwort „Broschüre Vorsorgevollmacht“ eingeben.

Die Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg berät kostenlos und persönlich in allen Fragen zur Vollmacht und zu Betreuungsangelegenheiten. Darüber hinaus beglaubigt sie Vollmachten vor Ort oder bei den Bürgern zu Hause.

Sie finden die Betrauungsbehörde in der Hamburger Straße 30 in Bad Segeberg. Telefonisch ist sie zu erreichen unter 04551 951-0 sowie per E-Mail unter .

Danke für Ihre Stimme!

 

Liebe Kisdorferinnen un Kisdorfer,

die Europawahl ist entschieden und auch Kisdorf hat gewählt. Die Wahlbeteiligung lag mit 50,7% zwar höher als 2014, aber immer noch deutlich unter dem Bundes- und Kreisdurchschnitt.

Auch in Kisdorf haben Sie als Wähler zu einem Umbruch beigetragen, der geeignet scheint, unsere gewohnte Parteienlandschaft zu verändern. Die liberale Fraktion ALDE im EU-Parlament wurde duch diese Wahl gestärkt und die GroKo aus EVP und S&D hat ihre Mehrheit verloren. Nutzen wir die Chancen, die Europa uns gibt!

Wir in Kisdorf freuen uns, dass wir unser Wahlergebnis von 2014 fast verdoppeln konnten.

Danke für Ihre Stimme!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre FDP Kisdorf