Nur verhaltene Reaktion Kisdorfs auf geplante Erhöhung der Kreisumlage?
Der Kreis Segeberg hat die Gemeinden und Ämter bis zum 7. November 2025 um Stellungnahmen zur geplanten Erhöhung der Kreisumlage um bis zu 2,5% ab 2026 gebeten. Die Rückmeldung des Amtes Kisdorf fällt aus Sicht der FDP Kisdorf jedoch enttäuschend aus:
Zwar wird darauf hingewiesen, dass die Jahresabschlüsse 2024 überwiegend positive Ergebnisse aufweisen. Eine klare Ablehnung der Pläne – gerade angesichts der angespannten Haushaltslage Kisdorfs – bleibt jedoch aus.
Dabei schreibt die Gemeinde bereits seit Jahren tiefrote Zahlen: 2014 lag das Defizit bei 1,4 Millionen Euro, 2025 wird es voraussichtlich fast 1,8 Millionen Euro betragen.
Auffällig ist zudem, dass die Bürgermeister von Oersdorf, Struvenhütten und Winsen eigene ausführliche Stellungnahmen eingereicht haben – mit einer eindeutigen Botschaft: keine weiteren Erhöhungen. Aus Kisdorf hingegen, das im Amtsbereich finanziell am schlechtesten dasteht, unverständlicherweise keine Rückmeldung! „Warum wurde dem Kreis kein entsprechend ablehnender Kommentar übermittelt, wer hat das verpennt?“so Dr.Seeger.
Zur aktuellen Situation:
Kisdorf zahlt bereits jetzt rund 1,8 Millionen Euro an Kreisumlage. Eine Erhöhung um 2,5 % würde – abhängig von der Steuerkraft – zusätzliche 150.000 Euro bedeuten. Das Kreisdefizit von 12 Millionen Euro entspricht lediglich 1,95 % des Gesamthaushalts von 650 Millionen Euro. Dem gegenüber steht ein Fehlbetrag der Gemeinde von rund 18 %.
Fazit
Bereits jetzt fällt es der Gemeinde schwer, wichtige Projekte wie den Kita-Neubau, dringend benötigte Straßensanierungen oder den langen geplanten Neubau der Feuerwehr zu finanzieren.
Eine weitere Erhöhung der Umlage ist unter diesen Voraussetzungen nicht vertretbar. Statt zusätzlichen Druck auf ohnehin belastete Gemeinden auszuüben, sollte der Kreis zunächst seinen eigenen Haushalt konsolidieren.
Völlig unverständlich und nicht vermittelbar, wenn in dieser Situation nach gerade abgeschlossenen, kostenintensiven Neubau der Kreisverwaltung überraschend Pläne für eine Sanierung des sog. Hauses B in Höhe von 18,7 Mill. vorgelegt werden statt notwendige Einsparungen einzuleiten.
Für weitere Infos:
Dr. Seeger
Fraktionsvorsitzender FDP- Kisdorf
0151 50 04 92 80