Presseinfo

Kein Bedarf für Verkehrsschau in Kisdorf ?

An der routinemäßigen jährlichen Verkehrsschau am 1.10.25 nahm kein Vertreter der Gemeinde, weder Bürgermeisterin noch Ausschussvorsitzender, teil.

Nach Auskunft des Amtes, das die Terminankündigung der Kreisverkehrsaufsicht weitergegeben hatte, sah die Gemeinde Kisdorf offenbar keinen Bedarf, sodass die Vertreter der Polizei und Kreisverkehrsaufsicht nach Besichtigung der Gemeinde Oersdorf wieder nach Hause fuhren.

„Ein Skandal ohne Gleichen, hat doch gerade Kisdorf ‚Baustellen‘ genug, die hätten besichtigt werden können“, so Dr. Seeger. Insbesondere verweist er auf die Anträge für mehr Verkehrsicherheit und Lärmreduktion auf den Ortsdurchgangsstraßen und die letzten schweren Unfälle mit Personenschaden im Kreuzungsbereich Kisdorferwohld. Die Bürgermeisterin bzw. stellv. Bgm.und der Vorsitzende des Verkehrsausschuss hätten die Brennpunkte und Probleme im Ort deutlich machen können.

Im März 2025 hatte der Verkehrsausschuss vier Anträge für Geschwindigkeitsbegrenzung z. B. durchgehend 30 Km/h im Bereich Dorfstr./ Sengel beschlossen. Diese nach langen Beratungen  ausformulierten Anträge wurden erst nach über fünf Monaten vom Amt bearbeitet und dann erst zur Kreisverkehrsaufsicht geschickt. Auf Nachfrage wurde erklärt, dass die geplanten Maßnahmen keine Priorität hätten. Auf eine kleine Anfrage der FDP, wer die Priorität festlege und ob das Amt die Funktion einer Geschäftstelle der Gemeinde habe, ist sowohl die Bürgermeisterin als auch das Amt eine Antwort schuldig geblieben. Die Bürgermeisterin sieht jedenfalls keine Möglichkeit, die Verwaltungsprozesse im Amt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu beschleunigen, geschweige denn eine Weisungsbefugnis gegenüber der Amtsverwaltung zu haben. Völlig unakzeptabel, dass ein zusätzlicher, mit dem Ausschuss nicht abgestimmter Passus in den Antrag gebracht wurde, der möglicherweise dazu geeignet ist, das das ganze Anliegen der Gemeinde zu Fall zu bringen. Hier besteht zumindest zwischen allen Fraktionen Konsens, dass vorher Rücksprache mit den Gemeindegremien zu halten ist.

Die FDP- Fraktion ist in Zukunft nicht mehr bereit, diese unbefriedigenden Zustände hinzunehmen und drängt auf mehr Controlling der Amtsgeschäfte einer Verwaltung, die wir bezahlen und schnellere Umsetzung der Beschlüsse der Gemeinde. Wenn selbst seit über vier Monaten beschlossene Minimalmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Karklohweg wie die Erneuerung der 30 Km/h Piktogramme auf der Fahrbahn erst jetzt umgesetzt wurden, läuft was falsch in Kisdorf und bedarf dringender Änderung! Klar ist, nur Aufpflasterungen und/oder wechselseitige Verschwenkungen bringen tatsächlich Verkehrsberuhigung sh. Beispiele in Henstedt- Ulzburg oder Kaltenkirchen. Aber in Kisdorf gibt es dafür leider keine Mehrheiten!

Für weitere Infos: Dr. Seeger